Süddeutsche Zeitung, Stadthalle Germering, 7.3.2008  

[…] Hauptwerkder ersten Konzerthälfte war Schumanns Klavierquintett op. 44, wobei das vom Komponisten vorhergesehen Streichquartett hier durch das Saxophonquartett ersetzt war. Die vie Blasinstrumente verbanden sich zu einem homogenen, gegenüber dem Original weicheren Klang. Auch durch den flexiblen, variablen ton ergab sich mit dem Klavier ein sehr einheitlicher Gesamteindruck, dessen romatische Expressivität im Kopsatz gut zum tragen kam.
Ein lebendiges Spiel Motivik und Gestus des “Sommers” aus die Vivaldis “Jahreszeiten” zeigte die frei Neukomposition von Jun Nagao, die mehr als alle anderen Werke des Abends die individuellen Stärken der verschiedenen Saxophoninstrumente herrlich in den Vordergrund treten ließ.

Münchener Merkur, Stadthalle Germering,  13.3.2008

Stark beeindruckte das […] Alliage Quartett im Orlando-Saal der Stadthalle mit Bearbeitungen von Werken insbesondere der Romatik. (Die Musiker) boten in der Germeringer Konzertreihe statt der von anderen Ensembles ausgefallener Besetzungen bevorzugter Kostproben überraschenderweise ungekürzte Arrangements. […] Bei Robert Schumanns Klavierquintett Es-Dur von 1842 aber konnte man glauben, die von Adolphe Sax 1846 erfundenen Blasinstrumente würden den kraftvollen Ausdruck des Frühromantikers sogar nachdrücklicher wiedergeben als originaler Streicherklang. […] Schluss- und Höhepunkt war die eigenwillige Bearbeitung des Sommers aus Vivaldis “Vier Jahreszeiten” von Jun Nagao. Die Saxophonisten wetteiferten bei lautmalerischen Effekten.

Fränkischer Tag, Keilberth-Saal Bamberg , 26.11.2007

Dem Musikverein Bamberg is dafür zu danken, dass die Verantwortlichen neben Streichquartetten und Klaviertrios immer wieder für einen Kammermusikreihe auch eher ungewöhnliche Ensembles an die Regnitz holen. Dem Auftakt mit den King’s Singers folgten nun also vier Saxophonisten und die Pianisti Jang Eun Bae. Das Alliage Quartett öffnet […] neue Klangwelten auf der Saxophonfamilie […]. Bestens aufeinander eingespielt, ließ das Alliage Quartett auch in Bearbeitungen der “Zauberflöte” oder des “Sommernachtstraums” vergessen, dass weder W. A. Mozart noch F. Mendelssohn-Bartholdy das saxophon kannten.

Generalanzeiger Bonn, La Redoute, 13.11.2007

Man ist völlig verblüfft, das […] Alliage Quartett ist in der Lage, eine komplexe Orchesterpartitur klangfarblich so umzusetzen, dass man es kaum merkt, dass es sich hierbei eigentlich “nur” um vier Stimmen handelt.

Stuttgarter Zeitung, Liederhalle Stuttgart, 6.9.2007

Mit vibratofreien Klängen, verschnörkelter Artikulation und extremen dynamischen Kontrasten legten Gauthier und seine drei Kollegen Lutz Koppetsch, Koryun Asatryan und Sebastian Pottmeier die vier renaissancehaften Tanzsätze (Ferenc Farkas” “Alte ungarische Tänze”) an. Ob harte, direkte Klänge oder weich fließende Melodiebögen, die Bandbreite der Klangfarben ist groß, die technische Raffinesse bewundernswert. Dass diese Stimmungs- und Farbwechsel auch auf kleinstem Raum mühelos gelingen, zeigte die anschließende Fantasie nach Puccinis Oper
“Tosca” von Andreas Hilner. In freier Form werden hier die Kernmotive des Bühnenwerks vorgeführt, da singt das Altsaxofon die Tenorarie “E lucevan le stelle”, dann wieder wandert die Führungsrolle von den hohen Lagen des
Sopraninstruments hinab in die grummelnden und groovenden Linien des Baritons, das beinahe jede Opernsopranistin vergessen lässt. Geschmeidige Klänge zaubern diese vier preisgekrönten Musiker, da vergisst man gerne Mendelssohns Orchesterversion des “Sommernachtstraums”. Unterstützt von der Pianistin Jang Eun Bae bestimmen leiseste Akkorde, fahle Farben und elfenhaftes Flattern die Ouvertüre, ständig wechselnde Charaktere
lassen die einzelnen Sätze der Schauspielmusik lebendig werden, gipfelnd im virtuos auftrumpfenden “Hochzeitsmarsch”.

Neuss-Grevenboicher-Zeitung, Schloss Dyck, 4.9.2006

Einen köstlichen mit ironischen Zwischentönen garnierten Exkurs in diese Klangwelt präsentierte das Alliage Quartet beim Niederrhein Musikfestival auf Schloss Dyck. Dazu hatten die vier Musiker, die überragend […] musizierten, Paraphrasen bekannter Bühnenmusiken gewählt und bescherten den Zuhörern ein völlig neu klingendes Hörerlebnis. […] Felix Mendelssohn hat “Ein Sommernachtstraum” natürlich nicht für Saxophon-Quartett geschrieben. Seine virtuos farbige Instrumentierung […] wirkte aber auch mit vier Saxophonen und begleitendem Klavier musikalisch einfallsreich, die Elfenmusi auch mit sonoren Schwingungen grazil, leidenschaftlich erfrischend das Intermezzo, derb-drastisch der “Tanz von Rüpeln”.

Schwäbische Post, Schloss Ellwangen, 23.8.2006

Ein hoch interessantes “Lamentatio” auf den Untergang der “Estonia” des Letten Erkki-Sven Tüür (*1959) als dramatisches, hodynamisches Klangbil beeindruckte […] Technisch perfekt, interpretatorisch hochintelligent wurde hier gearbeitet, kalte-irreale Dissonanzen absolut intonationrein geführt und die Dramatik bis zum dynamischen Höhepunkt gesteigert. […] Herausragender homogener Ensembleklang bei klarer Linienführung der einzelnen Stimmen zeichnete auch die Interpretation der von Ferenc Farkas’ gesetzten, vier ungarischen Tänze des 17.Jahrhunderts aus. Besonders spannend wurde es in György Ligetis “Sechs Bagatelle”. […] Eines wurde jedoch schon hier deutlich klar: die vier Musiker machten der gespielten Musik, ihren Instrumenten aber auch den großen Vorgängerensembles wie dem ursprünglichen “Raschèr Saxophone Quaretet” höchste Ehre.[…]

Kölner Stadtanzeiger, Schloss Bedburg, 22.8.2006

Wer die beschwingten Weisen des Konzerts „La Primavera” (der Frühling) aus Antonio Vivaldis Komposition „Die vier Jahreszeiten” in ihrer spätbarocken Variante schätzt, dürfte am Sonntagnachmittag ziemlich irritiert gewesen sein. Das Thema des Werkes war zwar durchaus bei der musikalischen Darbietung in der Wandelhalle des Bedburger Schlosses erkennbar, doch in moderner, äußerst experimenteller Weise. In einem völlig neuen Rhythmus spielte das Alliage-Saxophonquartett das Allegro der „Primavera”, durchzogen von jazzigen Elementen, um doch immer wieder zu dem ursprünglichen Thema der Komposition zurückzukehren.Dieses außergewöhnliche Klangerlebnis wurde von den Besuchern der Veranstaltung, die im Rahmen des Erftkreis-Zyklus des Hürther Musikseminars stattfand, mit Begeisterung aufgenommen.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Bochum, 28.5.2006

Viel gewagt und viel gewonnen haben die Musiker mit der Transkription des Schumann-Quintetts (op.44). Mit lupenreiner Intonation, biegsamer Stimmgebung und exakt ineinander fließendem Zusammenspiel überzeugte ihre Interpretation des bekannten Stücks. […] Eine Komposition für den homogenen Klang eines Streichquartetts eignet sich in diesem Fall gut für die Interpretation mit Saxophonquartett.[…] Spielkultur auf Spitzenniveau.

Kölner Stadtanzeiger, Brühl, 9.4.2006

„Die Highlights der Opernpartituren waren nicht eins zu eins auf die Instrumente übertragen, sondern glänzten durch individuelle Collagen aktueller Komponisten und Kenner des Saxophons..(…) Zwischendurch hüpften flinke Elfen und ätherische Feen aus Mendelssohns „Sommernachtstraum” durch die Klappen der Instrumente. In Verbindung mit einer Interpretation, die wie aus einem Guss wirkte und das Saxophonspiel in Perfektion vorführte, betörten die Musiker die Hörorgane des Publikums. (…) Nachzuvollziehen ist nach dem Konzert, warum das Quartett im vergangenen Jahr für die Einspielung des obigen Programms mit der höchsten Auszeichnung der Schallplattenindustrie, dem Echo Klassik, belohnt wurde. Der Preis, der in der Sparte „Klassik ohne Grenzen” verliehen wurde, spricht es eigentlich aus: Dieses Ensemble kennt keine Grenzen.”

Generalanzeiger Bonn, 5.4.2006

Das Alliage Quartett spielte pointiert, manchmal explosiv, lustvoll die Extreme auslotend. Dieser drängende, energiegeladene Impetus machte auch aus György Ligetis frühen, ganz unverbraucht wirkenden “Sechs Bagatellen” ein Ereignis.

Dass sich das Quartett im unterhaltenden Genre genauso zuhause fühlt, belegten Paraphrasen über “Barbier”, “Zauberflöte” und “Carmen”. Dabei konnte sich das Quartett auf das federnde, klar strukturierte Klavierspiel von Jang Eun Bae verlassen. Als Zugabe folgte ein brodelndes “America” von Bernstein - mitreißend!

Der Patriot, Lippstadt, 28.2.2006

„Die Zuhörer, die zu der Veranstaltung „Una voce poco fa” mit dem Alliage Quartett ins Lippstädter Stadttheater gekommen waren, erlebten jedenfalls ein atmosphärisch dichtes, virtuoses, in jedem Fall erfrischend ungewöhnliches Konzert, das seinen Charme auch noch durch die sympathischen, bei allem musikalischen Ernst doch erfreulich lockeren Ausführenden gewann.(…) technisch brillante, musikantisch erfüllte, von Spielfreude durchdrungene Künstler waren hier zu Gast.”

Kölnische Rundschau, 28.9.2005

Das traumwandlerisch sicher aufeinander eingespielte Quartett, das spielerisch durch die Lagen und die Dynamiken chargierte, sich die Themenbälle zuwarf und sowohl rasantes Tempo als auch genüssliche Ruhe in knackige Spannung umzumünzen wusste. (…) War im Tutti oft ein nahezu sinfonischer Klang zu bestaunen, so bewiesen die Musiker in wechselnder Führungsarbeit die farbliche Vielfalt ihrer Instrumente, die vom samtpfötigen Flötlein bis zum Blechinstrument reichte.

Westfälische Rundschau, Dortmund, 4.9.2005

Der ganz eigene Klang der vier Saxophone, wundervoll aufeinander eingestimmt, bezauberte das Publikum.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Dortmund, 4.9.2005

Das Quartett…überzeugt nicht nur durch präzises, auf den Punkt gebrachtes Spiel, wie etwa in der Ouvertüre zu Rossinis “Barbiere”, wo sie die filigranen Strukturen ebenso herausarbeiteten wie die technisch brillanten Läufe. Es ist auch das Einfühlungsvermögen, das die vier Musiker, virtuos begleitet von Jang Eun Bae, in Jun Nagaos Rhapsodie über Bizets “Carmen” stets die richtige Stimmung treffen lässt: Prahlerisch kommt Escamillo in seinem Torerolied daher, schmeichlerisch umgarnt Carmen Don José in der Seguidilla, man hört die Angst Michaelas vor den Schmugglern im dritten Akt, wenn sie Josè von seiner Mutter erzählt.

Bad Hersfelder Festspielkonzerte, HR Internet

Daniel Gauthier, Lutz Koppetsch, Koryun Asatryan und Sebastian Pottmeier musizierten mit der Pianistin Jang Eun Bae als perfekt eingespieltes Team. […] Klarer Ansatz und Tonreinheit auf den Saxophonen sowie behutsame und brillante Begleitung des Flügels waren bezeichnend für das Konzert.

Pressestimmen zu “A la recherche du rêve perdu”

Radio Bremen, 4.8.2006

Das Alliage Quartett um den Star-Solisten und aktuellen Echo-Klassik-Preisträger Daniel Gauthier macht sich stark für einen Gebrauch des Saxophons auch außerhalb der sogenannten „U-Musik” und stellt die Frage: „Was wäre, wenn Felix Mendelssohn das Saxophon schon gekannt hätte?”

Die Antwort  des Alliage Quartetts klingt verblüffend: Die vier Saxophone spinnen hier ein spukhaftes Klanggewebe ganz eigener Art. Mit schwereloser Eleganz lavieren sich die vier Bläser durch diesen musikalischen Märchenwald und bereiten uns ein buchstäblich „unerhörtes” Vergnügen.

Westdeutscher Rundfunk, HörZeichen, 3.6.2006

Bei der Ouvertüre zum Sommernachtstraum kommt die technische Brillanz des Quartetts nachhaltig zum Ausdruck. Es ist erstaunlich, was die Bläser hier leisten. Das Ensemble ist perfekt aufeinander eingespielt und klanglich ausbalanciert. Man hört dies an den Akkorden zu Beginn und den perlenden Streicherfiguren. Ich vermisse das Orchester bei dieser Ouvertüre gar nicht

www.goodsound.com, 1.8.2006

In audio and music, the proof of the pudding is in the listening. On the surface, the prospect of hearing four saxophones play these works, originally composed by Mendelssohn and Schumann for, respectively, full orchestra and piano quintet, seems a stunt or musical joke. It is anything but. The Alliage Quartet, comprising soprano, alto, tenor, and baritone saxophones, plays this music straight, with incredible lyricism and meticulous attention to phrasing. In the Schumann, Jang Eun Bae performs the part written for the original version for piano and string quartet, in which the piano is more of a solo instrument. In the Mendelssohn, the piano fills in some of the gaps four wind players simply can’t cover. These players ideally capture, better than many orchestral performers, the playfulness of A Midsummer Night’s Dream’s Scherzo, the mercurial serenity of “Ye Spotted Snakes,” the ghostly, moonlit romanticism of the famous Nocturne. The sound is rich, warm, and detailed, with a good sense of presence and space. I guarantee that, on a hot night in August, this disc will go in my player to soothe the soul of this sometimes savage beast….Rad Bennett
http://www.goodsound.com/music/2006_08_01.htm

Pressestimmen zu “Una voce poco fa”

Hessischer Rundfunk, HR-Klassik, CD des Tages, 8.2.2005

“[…] unterhaltsame, humorvoll gesetzte Musik mit Tiefgang. […] Eine bestechend homogene Spielkultur und mitreißende Musizierfreude machen das Alliage Quartett bzw. diese CD zum Erlebnis. […] Was die vier Artisten aus Opernszenen machen, lässt vermutlich so manche Diva vor Neid erblassen und verschlägt den Souffleusen die Sprache. “Una voce poco fa”, Opernkenner wissen, das ist die Cavatine der Rosina aus dem “Barbier” (”Frag ich mein beklomm’nes Herz”). […] Es wird hier nicht gesungen, jedenfalls nicht mit Worten, dafür aber auf den Instrumenten. Mit Vibrato und voller Hingabe. […] Hinreißend der Sound, herzerwärmend das Spiel der vier Herren des Alliage Quartetts.” (Hubert Böhm)

Radio Berlin Brandenburg, Kulturradio, 22.3.2005

“Rhythmisch exakt, ausgesprochen sauber intonierend, durchaus auch virtuos und mit Witz - so präsentiert sich das Alliage-Ensemble in den Bearbeitungen. Die entstammen den Federn unterschiedlicher Arrangeure, sind paßgenau auf ein Saxophonquartett abgestimmt und sind stets geschickt und geschmackvoll. Die Ohrwürmer von Bizet und Puccini funktionieren auch ohne den vertrauten fetten Orchestersound.” (Cornelia Schönberg)

Westdeutscher Rundfunk, WDR 3, HörZeichen, 14.5.2005

“Entstanden ist eine sehr unterhaltsame CD, die unverwüstliche Opernklassiker im neuen Gewand präsentiert, witzig, sinnlich, und allesamt meisterhaft gespielt. Vier hervorragende Saxophonisten ersetzen da mühelos ein ganzes Opernorchester”. (Barbara Overbeck)

Bayerischer Rundfunk, Bayern 4 Klassik, Klassik Plus, 30.5.2005

“Das Alliage Quartett ist nicht etwas ein Streichquartett, sondern die vier jungen Männer spielen Saxophon - und das brillant. Sie machen dem Cello den Ruf, das kantabelste Instrument zu sein, streitig - mit Erfolg. […] Die klangliche Verschmelzung gelingt den Alliage-Musikern perfekt. (Fridemann Leipold)”

Deutschlandradio Kultur, Radiofeuilleton, 19. Juli 2005

Mozart auf dem Saxophon? Das klingt erst einmal ziemlich schräg. Ist es aber nicht. Das beweist das Alliage-Quartett mit seiner aktuellen CD “Una voce poco fa”. Die vier Saxophonisten haben Bearbeitungen von Opern-Ausschnitten aufgenommen. […] Und so seltsam ist die Idee gar nicht: Immerhin befand seinerzeit der Komponist Hector Berlioz, der Ton des Saxophons könne in seiner Schönheit und Ausdruckskraft nur mit der menschlichen Stimme verglichen werden. […] Für die hohe musikalische Qualität der Einspielung stehen die Namen der Ensemble-Mitglieder. […] Klangschönheit und makelloses Zusammenspiel kann man da wohl erwarten, überraschend ist eher die hörbare Spielfreude der vier Musiker […]

Pizzicato, 3/2005

“Das Spiel der vier Musiker ist geprägt von Klangästhetik, Sorge ums Detail und einer beeindruckenden Farbvielfalt.”